Jo Wilhelm Arts
12 Millionen
Meine Installation „12 Millionen“ berichtet über das Schicksal der sog. Verschickungskinder, die zwischen 1950 und 1985 für jeweils 6 Wochen in „Erholungsheime“ verschickt wurden und im Alter zwischen 3 und 12 Jahren, alleine und erstmals getrennt von den Eltern und Geschwistern, regelmäßig Schlimmes erleben mussten. Ein dunkles, immer noch nicht aufgearbeitetes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Die Installation ist voller Symbolik und Anspielungen. Jede einzelne Stange steht für mindestens 1 Million verschickte Kinder, die dunklen Stangen für die dort angewendete „Schwarze Pädagogik“, inklusive Schläge und Bestrafungen. Der Kreis symbolisiert die bewusste Abgrenzung der Kinder in den Heimen, der Radius von genau 2.000 mm die rund 2.000 Erholungsheime. Teil der Installation sind 12 meiner S/W-Portraits ehemaliger Verschickungskinder. Inzwischen im Rentenalter ist in Ihren Augen noch immer das Erlebte, die Angst und das Grauen erkennbar.
Vita
Studierte Wissenschaften, daneben Kunstgeschichte, Arbeit im Bereich Journalismus, Grafik sowie Fotografie und Fotokunst. Veröffentlicht regelmäßig in Ausstellungen im In- und Ausland sowie in Internetforen wie „World’s Best Landscapes“. Seine Arbeiten finden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland. Sein Motto ist die Vielfalt bzw. „Serielle Kunst“. Basis seiner Arbeit sind meist Fotografien – das macht ihn im Grunde unverwechselbar.
Bekannt ist er für seine bildhafte Umsetzung der ersten 19 Artikel des Grundgesetzes, füt ungewöhnliche Städteansichten sowie einfühlsame Schwarzweiß-Portraits von ehemals verschickten Kindern („#verschickt“). Kritiker bescheinigen seinen Arbeiten eine außergewöhnliche Ästhetik.














