Susanne Hessenthaler
Künstlerisches Statement
Dornen genähtes Leinen Umfang ca. 250 cm, Höhe ca. 300 cm
Schon vor 5 Jahren Hiobsbotschaft aus Rumpenheim. Baumsterben im Park! Horrormeldungen aus Frankfurt: uralte Platanen vergiftet und das aktuell wieder! Sanfte Riesen, die uns Schatten spenden und uns Atmen ermöglichen – ermordet! Walter Stanietz, veröffentlicht in seinem bemerkenswertem Buch 1965 „Zum Paradies des Menschen“ Thesen einer allesverbundenen Natur im Kosmos… Er bringt es auf den Punkt. Die wichtigste Erkenntnis: kein Lebewesen, ob Mensch oder Baum steht über dem Anderen – wir sind Alles in Allem.
In der genähten Installation gibt Su Hessenthaler dem Baum als unserem Zeitgenossen in der Evolution die Dornen der Rose und erlaubt sich im Kunstwerk der Evolution vorzugreifen. Sie verfremdet mit ihrer eigenen Ausdruckssprache mit Stoff und gibt dem gleichgestellten „Lebewesen“ die Lebewesen-Würde. Der neue Baum wehrt sich nicht aggressiv, sondern passiv – machen wir uns auf neue Erfahrungen im Wald gefasst.
Vita
Su Hessenthaler Ein Lebensweg Ein Lebenswerk Werkzyklen
Eine solide Ausbildung an der Textilfachschule in Aschaffenburg -gutes Rüstzeug wie die Steinmetzlehre eines späteren Bildhauers. Design-Studium in Darmstadt, Gastpräsenzen in Salzburg. Es knistert in ihr. Jetzt Körpermalerei, wilde Aktionen. Freistrampeln! Eine Künstlerin bricht durch – jetzt ist alles Kunst, was sie angeht. Sie reflektiert ihr Umfeld, sie reist gerne und fotografiert mit sicherem Blick hunderte Motive einer Reise, diverse Eindrücke – keine Selfies! Stattdessen ein neuer Impressionismus, wie sie in guter Gesellschaft mit Monet und van Gogh Natur direkt fotografisch draussen abholt und im Atelier malt. Nur logisch – ausnahmsweise – der Werkzyklus „harter“ Themen mit genähter Dreidimensionalität.
Biblische Figuren Judith, Hiob, und dann DORNEN…
Hans H. Baumeister













